Bewegende Momente in Röbel - Autorensohn liest aus dem Roman seines Vaters

 

Es war auch für Stephan Lebert etwas Besonderes. Als Sohn des Autors Norbert Lebert war er stellvertretend für seinen Vater aus Berlin nach Röbel gereist, um aus dessen Buch "Sterben war ihr täglich Brot" zu lesen - zum ersten Mal. "Ich habe auf der Herfahrt auf der Autobahn so gedacht, meinen Vater hätte es sicher gefreut, dass ich das mache", sagte Stephan Lebert, der selbst Journalist und Autor ist. Denn sein Vater Norbert Lebert ist bereits 1993 verstorben. Den Roman nach Tatsachen, der von den Testpiloten in Rechlin handelt, hatte er Ende der 50er Jahre geschrieben. Mit der Neuauflage im vergangenen Jahr bei mecklenbook stieg auch wieder das Interesse an dem bewegenden Buch und der nicht minder bewegten Geschichte der Region. Um die 60 Zuhörer hatten sich im Röbeler "Haus des Gastes" eingefunden, darunter auch Betroffene, die selbst Angehörige auf der E-Stelle in Rechlin, der früheren zentralen Erprobungsstelle für Flugzeuge im zweiten Weltkrieg, hatten. Einladender war der Bund für Natur und Heimat Müritz-Elde e.V. (BNH). Während der Lesung kam auch das Publikum zu Wort - Erinnerungen, Ansichten, auch kritische und nachdenkliche Worte. So berichtete Winfried Kirschke, Sohn eines ehemaligen Testpiloten, der tödlich verunglückt war, von seinen Erinnerungen an Rechlin als kleines Kind und die späteren Aufbaujahre des Luftfahrttechnischen Museums, das die Geschichte bewahrt. Einig waren sich alle, dass das Buch mit seinen ganz nah am Menschen erzählten Episoden für die Geschichte der Region sensibilisiert.

 

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