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Lesung mit Stephan Lebert

Tatsachen-Roman kehrt an Original-Schauplatz zurück

 Lesung von "Sterben war ihr täglich Brot" im Luftfahrttechnischen Museum Rechlin sorgt für vollen Saal und regt zu weiteren Recherchen an.

 

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Ein ereignisreicher Wochenstart liegt hinter mecklenbook. Während die Buchpremiere des neuen Russlandbuches „Meinst Du, die Russen wollen…“ mit Autor Carsten Gansel am Montag, den 25. Juli, in der Neubrandenburger Regionalbibliothek ja schon einen wahren Besucher-Rekord ausgelöst hatte, war die Lesung am Folgetag in Rechlin nicht minder interessant und gut besucht. Dieses Mal wurde aus „Sterben war ihr täglich Brot“ gelesen, dem Tatsachen-Roman über das Schicksal deutscher Testpiloten aus dem Zweiten Weltkrieg von Norbert Lebert.

Der Sohn des bereits verstorbenen Autors war extra aus Berlin angereist, um das Buch seines Vaters in Rechlin zu präsentieren. Stephan Lebert ist Autour und Journalist bei DIE ZEIT. Dass er am Originalschauplatz von "Sterben war ihr täglich Brot", der einstigen Flugzeug-Erprobungsstelle und im heutigen Luftfahrttechnischen Museum Rechlin, unter einem Original-Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg lesen konnte, war für ihn einmal mehr berührend. Er will gerne wieder kommen, hat er versprochen. Und dann vielleicht auch, um den interessierten Zuhörern noch mehr von den Hintergründen darzulegen.

Immer wieder kommt die Frage auf, wer oder was seinen Vater damals an das Thema und an Rechlin herangeführt haben. Stephan Lebert kann sich nämlich noch an Protokolle aus dem Besitz seines Großvaters erinnern, die technische Informationen zu den Flugzeugtests enthielten. Danach habe Norbert Lebert seine Recherchen mit Zeitzeugen in und um Rechlin begonnen. Genau diese Dokumente, hofft sein Sohn nun wieder zu finden. Ob es gelingt?

Fakt ist, auch er habe viel zu wenig gefragt, und als das Buch 1958 erstmalig erschien, sich leider zu wenig damit befasst, obwohl es immer etwas Besonderes für die Familie war. Inzwischen ist sein Vater längst verstorben. Ein Ehepaar aus Sewekow, das kurzfristig von der Lesung erfahren hatte und spontan kam, bekundete, auch zunehmend an der bewegten Vergangenheit der Müritzregion interessiert zu sein. Auch bei Krümmel soll ein Flieger abgestürzt sein, an dessen Tod noch heute ein Holzkreuz erinnert. So gibt es noch weitere nicht geborgene Flugzeugwracks, wusste auch Torsten Heinrichs, Organisator der Lesung und Vorsitzender des Fördervereins des Luftfahrttechnischen Museums, zu berichten. Doch solche Überbleibsel der Vergangenheit seien auch immer Bodendenkmale. Sie zu bergen, sei daher nicht nur technisch schwierig, sondern meistens schlichtweg nicht erlaubt.

 

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Text und Fotos: Elke Enders

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