Corinna Johnsen schreibt gern für Kinder

Wie sind Sie Schriftsteller geworden?

Als meine Tochter gerade 3 Jahre alt war, sollte ich ihr aus einem Buch eine Geschichte vorlesen, was ich auch sehr gerne gemacht habe. Am Ende dieser Geschichte war ich wirklich sauer, weil ich nicht verstehen konnte, wie man so eine dumme Geschichte für Kinder schreiben oder drucken konnte. Diese Geschichte machte den Kindern Mut, Süßes zu essen, um sich danach vom Zahnarzt neue Zähne machen zu lassen. Dieses Buch landete sofort im Müll. Das hatte ich bis dahin noch nie gemacht. Mein Mann sagte nur zu mir: "Dann mach es doch erst mal besser!" Da wurde mein Ehrgeiz geweckt und ich fing an, meine erste eigene Geschichte für meine Tochter zu schreiben. Es entstand "Hugos Weltreise".

Welchen Themen widmen Sie sich in Ihren Büchern?

In meinem ersten Buch geht es um einen kleinen Hasen, der die ganze Welt entdecken möchte und der auf seiner langen Reise viele neue Freunde kennen lernt. Am Ende stellt er dann fest, dass es überall auf der Welt schön ist, aber am allerschönsten eben zu Hause bei der Familie. In meinem zweiten Buch "Frieda - dicke da!" geht es um ein Mädchen, das schon mal gerne nascht. In den Ferien bei den Großeltern lässt sie sie richtig verwöhnen und probiert auch so Allerlei aus. Zurück in der Schule wird sie dann von einigen Klassenkameraden wegen ein paar Pfunden zuviel gemobbt. Aber Frieda hat eine richtig gute Freundin, die zu ihr steht und ihr beim Abspecken hilft.

Wie würden Sie Ihren Schreibstil beschreiben?

Ich schreibe gern für Kinder mit einfachen Worten und für alle verständlich.

Welches Buch sollte dringend noch geschrieben werden?

Es müsste unbedingt ein Ratgeber geschrieben werden, in dem für alle Menschen beschrieben wird, wie man friedlich miteinander leben kann.

An welchem Ort schreiben Sie am leichtesten?

Die Ideen für meine Geschichten sind mir bisher immer über den ganzen Tag verteilt eingefallen und abends in ein paar ruhigen Minuten habe ich dann alles was in meinem Kopf war aufgeschrieben. Der Ort war dabei Nebensache. Zu Hause, im Urlaub oder auf einer Bank im Freien. Hauptsache ruhig.

Ihr Lieblingsbuch?

Ich habe kein Lieblingsbuch, aber in jeder freien Minute verschlinge ich gute Krimis.

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