Großer Kalender für den Kleingarten - Tipps für Blumen und Beete, 1. Teil

Im Garten gibt es immer was zu tun, das ganze Jahr über. Umso schöner, wenn man sich nach getaner Arbeit dann in seiner Grünanlage erholen kann. In ihrem Buch "Bin im Garten" hat die langjährige Nordkurier-Redakteurin Ute Ziemann diesen Pflanzkalender veröffentlicht und gibt viele praktische Tipps für Hobbygärtner. Im ersten Teil behandeln wir Januar bis Juni.

Januar

Gemüsebeete: Jetzt ist es an der Zeit, den Pflanzplan fürs Jahr aufzustellen, dabei an den Fruchtwechsel denken. Starkzehrende Gemüse - dazu gehören alle Kohlarten, Salate, Gurken, Tomaten, Sellerie - benötigen einen frisch mit Stallmist gedüngten Boden. Im Jahr darauf Möhren und Zwiebeln anbauen. Wiederum ein Jahr später bieten sich Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen an.

Blumen und Gehölze: Ist es im Winter trocken und frostfrei, verlangen die immergrünen Gehölze nach zusätzlichen Wassergaben. Wer eine Hecke plant, kann schon jetzt auf einer Breite von einem Meter und bis zu 70 Zentimeter tief umgraben. Bitte beachten: Der Mutterboden muss dabei oben liegen bleiben! Sind Nadelhölzer erwünscht, helfen Kompostgaben, die Bodenqualität zu verbessern.

Februar

Gemüsebeete: An milden Tagen kann der Boden flach durchgearbeitet werden. Frühkartoffeln jetzt vorkeimen. Mittelgroße Knollen im hellen Raum in Kisten lagern, wo es nicht zu kalt ist. In besonders geschützten Lagen können die ersten Möhrensamen, aber auch Spinat, Pflücksalat, Blatt- und Wurzelpetersilie eingesät werden.

Blumen und Gehölze: Rittersporn, Edelwicken, Klatschmohn, Adonisröschen oder Hornmohn lassen sich aussäen, vorausgesetzt das Wetter spielt schon mit. Salvien, Chabaud-Nelken, Petunien und Lobelien, aber auch die Knollen von Begonien oder Gloxinien können vorgezogen werden – in Pflanzgefäßen am Fenster. Als Erde eignet sich verrotteter Kompost mit etwas Sand.

 

Hier geht es zum zweiten Teil des großen Kalenders für den Kleingarten, Juli bis Dezember

 

März

Gemüsebeete: Radieschen, Rettich, Schwarzwurzeln, Steckzwiebeln (Reihenabstand 25 cm, 10 cm in der Reihe; Zwiebelhals muss rausgucken) sowie Schal- und Zuckererbsen müssen in die Erde, später Rankhilfen geben. Mehrjährige Küchenkräuter wie Thymian, Pfefferminze, und Zitronenmelisse werden verpflanzt. Dazu ältere Pflanzen teilen. Neu eingepflanzt werden die jüngsten Teilstücke.

Blumen und Gehölze: Löwenmaul, Lobelien, Chabaud-Nelken in Pflanzgefäßen am Fenster aussäen; 10 bis 12 °C nötig. Sommerrittersporn, Goldmohn, Sommerazalee, Schleierkraut, Sommerzypresse, Wicke, Mohn ins Freiland. Stiefmütterchen oder Tausendschön in Blumenschalen setzen. Merke: Stiefmütterchensamen laufen besser auf, wenn der Samen zuvor mit grobem Sand in der Hand gerieben wird.

 

Ein Kind freut sich über die blühenden Tulpen im Garten. Foto: © candy1812 - stock.adobe.com

Im April blühen die Tulpen in heimischen Gärten. Je nach Art kann die Königin der Fühlingsblumen bis zu 80 Zentimeter hoch werden. Foto: © candy1812 - stock.adobe.com

April

Gemüsebeete: Jetzt Markerbsen, Rote Rüben, Mangold, Zuckermais, Salat, Frühkartoffeln (Platzbedarf 40 mal 40 Zentimeter pro Pflanze, Erde handbreit über den Knollen) in die Erde bringen. Frühblumenkohl gedeiht auf humusreichen Böden. Folgesaaten von Radieschen, Rettich und Frühkohlrabi möglich.

Blumen und Gehölze: Staudenbeete lockern. Von Geranien und Fuchsien Stecklinge machen. Bereits vorhandene Stecklinge gilt es an den Spitzen zu stutzen, damit sie in die Breite wachsen. Noch sehr junge Rosen (hoch-stämmige Sorten) flach legen und Erde auffüllen. Sommerrittersporn, Goldmohn, Sommerazalee, Schleierkraut, Sommerzypresse, Wicke, Sommermalve und Mohn lassen sich weiterhin im Freiland aussäen. Neu gepflanzte Stauden dann kräftig zurückschneiden. 

Mai

Gemüsebeete: Tomate, Gurke, Kürbis, Bohnen, Zucchinipflänzchen in die Erde bringen. Tomaten lieben einen geschützten, nährstoffreichen Platz; nicht zu tief setzen und anbinden. Sellerie flach pflanzen. Und für Stangen-bohnen gilt: Erst die Stangen, dann die Bohnen. Bitte merke: Spätkohl wird tief gepflanzt, Grünkohl und Rosenkohl werden ausgesät!

Blumen und Gehölze: Staudensämlinge jetzt aus-pflanzen. Geranien und Fuchsien stutzen. Knollenbegonien lieben eine halbschattige Stelle. Jetzt die Dahlien aus dem Winterquartier holen, ebenso Canna und Gladiolen. Die Frühaussaaten von Blumen hacken und feucht halten. Alle zeitig blühenden Frühjahrssträucher, wie Forsythie, japanische Quitte etc., nach der Blüte auslichten!

 

Blick auf die Gemüsebeete im Kleingarten Foto: © Irina Fischer - stock.adobe.comSolch ein übbiges und schönes Gemüsebeet lässt die Herzen vieler Hobbygärtner höher schlagen.
Fotos: © Irina Fischer - stock.adobe.com, Christina Kohnen - stock.adobe.com (Aufmacher) 

  

Juni

Gemüsebeete: Beete gießen und lockern. Möhren, Rettich und Zwiebeln vereinzeln. Schnittlauch verjüngen. Dazu trennt man etwa zwei Zentimeter breite Teile ab, zurückschneiden und einpflanzen. Bei den Tomaten die Nebentriebe in den Blatt-achseln ausbrechen. Spätere Kartoffelsorten, Buschbohnen und Kohl anhäufeln. Rhabarberstaude rundum tief lockern und düngen (zum Beispiel: Jauche). Blumenkohl (Frühsorte), Rosenkohl, Kopfsalat und Porree pflanzen. Radieschen, Rettich und Möhren lassen sich nochmal säen, Reihen vorm Abdecken gut zu wässern.

Blumen und Gehölze: Boden locker und feucht halten! Frühlingsstauden-Blumen, die ausgeblüht haben, wie Phlox, Leberblümchen, Primel oder Tausendschönchen, lassen sich jetzt vermehren. Einfach teilen! Jahreskalender oder Tausendschönchen, lassen sich jetzt vermehren. Einfach teilen!

 

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.