Großer Kalender für den Kleingarten - Tipps für Ihre Beete, Teil 2

In unserem Kleingarten fällt immer etwas Arbeit an. Umso schöner, wenn man dann den Sommer über bis in den Herbst hinein Obst und Gemüse ernten kann. In "Bin im Garten" hat die ehemalige Nordkurier-Redakteurin Ute Ziemann diesen Pflanzkalender veröffentlicht und gibt praktische Tipps für Hobbygärtner. Teil 2: Juli bis Dezember

Juli

Gemüsebeete: Gießen, lockern und jäten! Spargeldämme einebnen, dabei Stalldung einarbeiten. Die Kräuterernte läuft: Majoran, Bohnenkraut, Thymian, Dill, Estragon oder Salbei bündeln und für die kalten Tage trocknen. Blätterkohl-Sorten (chinesischer Senfkohl und andere) sowie Salat (Sommeranbau) auspflanzen. Ende Juli Spinat und Feldsalat für die Herbsternte säen. Die Frühkartoffeln können jetzt geerntet werden. Erst mal eine Probe buddeln und als Pellkartoffeln genießen!

Blumen und Gehölze: Verblühte Rosen zurück schneiden. Pflanzen, die nach oben streben und ranken wollen, sollten angebunden werden oder an Gestellen hochgeleitet. 

Hier können Sie den 1. Teil des Gartenkalenders lesen

August

Gemüsebeete: Bodenpflege wie gehabt! Spinat und Feldsalat (Rapunzel) für die Herbsternte aussäen. Bei späten Tomatensorten sollte der Spitzentrieb gegen Monatsende eingekürzt wer-den, damit alle Tomaten die Reife erlangen. Einlege-Gurken werden bei etwa 20 Zentimetern Länge geerntet. Senfgurken können ausgereift sein.

Blumen und Gehölze: 

Pflege wie in den Vormonaten. Verblühte Kletterrosen müssen beschnitten werden, dazu die alten Ranken entfernen, jüngere anbinden. Erde feucht und locker halten, gegebenenfalls düngen. Von folgenden Gehölzen können Ableger gewonnen werden: Magnolie, Bluthasel, Hartriegel (auch Hornstrauch genannt), Glyzinie (Blauregen). Lang gewordene Lobelien stutzen. Fuchsien gut wässern.

 

Blick in den sommerlichen Garten - eine üppig grüne und blühende Oase.

Blick in den sommerlichen Garten: eine grüne und üppig blühende Oase. Fotos: Katja Voigt

Den ganzen Sommer über folgt der Lohn für die Arbeit im Kleingarten: eine umfangreiche Ernte. Manche Hobbygärtnerinnen wie Katja Voigt aus Neubrandenburg reichen mit selbst angebautem Gemüse bis weit ins nächste Frühjahr hinein.

Den Sommer über ernten Hobbygärtner dann den Lohn ihrer Arbeit: Katja Voigt aus Neubrandenburg kann sich mit selbst angebautem, leckerem Gemüse aus ihrem Kleingarten bis weit ins nächste Frühjahr versorgen.

Blick in den sommerlichen Garten von Katja Voigt aus Neubrandenburg

Linker Hand blühen herrliche Gartenblumen, auf der anderen Seite dieses Kleingartens sind Beete für Kartoffeln, Bohnen, Salate und andere Gemüsearten angelegt.

September

Gemüsebeete: Winterendivien bindet man zusammen, eventuell ist ein Frostschutz erforderlich. Weiteres Gemüse ist erntereif: die Zwiebel, wenn deren Kraut (die Schlotten) matt am Boden liegt. Bevor die Zwiebeln zum Überwintern kommen, lagern sie eine Woche im Freien. Ende September dann: Die Spätkartoffeln wollen aus dem Boden, zunächst die, bei denen das Kraut völlig abgetrocknet ist. Abgeerntete Gemüsebeete werden gereinigt von allerlei Pflanzen-Rückständen. Wer Spargel anbaut, muss abgestorbene Triebe entfernen und verbrennen.

Blumen und Gehölze: Silene (Leimkräuter) können noch gesät werden. Diese Aussaat gibt die besten Pflanzen für die Überwinterung. Auch für den Sommerrittersporn ist es noch nicht zu spät. 

Oktober

Gemüsebeete: Spätkohl lange am Standort ausreifen lassen. Wirsingkohl verträgt die ersten Fröste. Er wird als letztes geerntet. Winterspinat für die Frühjahrsernte kann jetzt ausgesät werden. Achtung: Beim Kompostieren nur die gesunden, abgestorbenen Pflanzen nutzen. Alles was Unkraut ist und Samen trägt, gehört nicht auf den Kompost.

Blumen und Gehölze: Zierpflanzen Adonis vernalis, Eschscholtzia und Sommerrittersporn können ausgesät werden. Die Erde vorher gut durcharbeiten. Canna, Begonien, Dahlien, Gladiolen, Lobelia cardinalis müssen aus der Erde geholt und frostsicher eingelagert werden. Das Blattwerk wird zehn Zentimeter über dem Boden abgeschnitten. Die Gladiolen dagegen behalten ihre Blütenstiele samt Blättern. Sie werden zusammen gebunden, luftig und frostfrei aufgehängt und zur Nachreife gebracht.

Typischerweise werden Vögel in den Wintermonaten gefüttert.

Der Standort Ihres Vogelhäuschens sollte Schutz vor der Witterung und vor Raubtieren wie Mardern oder Katzen bieten. Gefüttert werden Gartenvögel typischerweise von November bis März. Foto: © BENNO HOFF - stock.adobe.com

November

Gemüsebeete: Den Garten grobschollig umgraben, möglichst Stallmist einarbeiten. Bei sehr tiefem Graben beachten, dass die unterste Schicht, die kaum noch Lebewesen enthält, nicht nach oben geholt wird.

Blumen und Gehölze: Sommerrittersporn und Edelwicken können noch ausgesät werden. Sie blühen dann bedeutend eher. Goldlack lässt sich jetzt in Pflanzgefäße umsetzen. Dann in den Keller stellen – über den Winter! Im Februar am sonnigen kühlen Zimmerfenster platzieren. Die Blüte lässt nicht lange auf sich warten. Geranien und Fuchsien zur Überwinterung in einen frostfreien, nicht zu warmen Raum bringen. Ab und zu mal gießen. Chabaud-Nelken blühen noch weiter, wenn sie in Töpfe gesetzt und in ein kühles Zimmer gebracht werden.  

Dezember

Gemüsebeete: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um über die Anschaffung neuer Gartengeräte nachzudenken. Die nächste Saison kommt bestimmt.

Blumen und Gehölze: Stauden vor Frost schützen und abdecken. Pflanzen, die drinnen im kühlen Raum überwintern (etwa Geranien), nicht mit angewärmtem Wasser gießen. Auch brauchen sie einen hellen Standort. Erika gießen. Die Erde im Topf locker halten. Christrosen in Gefäße pflanzen und im kühlen Zimmer zur Blüte bringen: ein ideales Weihnachtsgeschenk. Bitte merke: Die Topfgewächse nicht mehr so oft wie in der Hauptwachstumszeit gießen.

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