"Schriftsteller im Anmarsch": Volker Keßling

Heute möchten wir Ihnen unseren Autoren Volker Keßling in dieser Rubrik vorstellen. Welchen Themen er sich widmet und wie, erklärt er kurz und gut im Interview.

Wie sind Sie Schriftsteller geworden?

Das wollte ich eigentlich immer werden. Ich war allerdings ein so schlechter Schüler, dass das unmöglich schien. Im Jahr 1967 oder 1968 schrieben mir Anna Sehers und Arnold Zweig, nachdem sie eine kleine Geschichte von mir gelesen hatten. Ich solle es mal versuchen, sagte Sehers. "Ich sei ein anständiger Schriftsteller im Anmarsch!", schrieb Zweig.

Welchen Themen widmen Sie sich in Ihren Büchern?

1979 schrieb ich nach zahllosen Versuchen über meine Arbeit mit geistig schwerbehinderten Kindern ein Tagebuch. Kritiker hielten das Buch für eine Sensation. Das erschien dann fast jedes Jahr ab 1980. Bei dem Thema blieb ich noch mit zwei Kinderbüchern, die in der DDR und in Österreich erschienen. Von Interesse ist mir auch immer die ältere Geschichte.

Wie würden Sie Ihren Schreibstil beschreiben?

Meine Frau sagt, ich schreibe die Sätze von hinten nach vorne, das aber nicht bei Märchen und Legenden. Ich würde sagen, mein Stil hat einen Hauch Romantik ist aber deutlich geprägt vom nüchternen Alltag.

Welches Buch sollte dringend noch geschrieben werden?

Es liegen noch zwei fertige Bücher im Kasten. Schreiben ist kein Problem, das Drucken aber offenbar. Wird das bewilligt wird, ist es eine Gnade.

Welcher Schriftsteller hat Sie mit seinem Werk am meisten beeindruckt?

Das sind gleich mehrere: Thomas Mann, Goethe, Dostojewskij und A. Granach; "Da geht ein Mensch"...

An welchem Ort schreiben Sie am leichtesten?

Zu Hause.

Ihr Lieblingsbuch?

Faust.

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